Nigel Slater – Küchentagebuch

N. Slater KüchentagebuchMein Blogbeitrag im September ist wieder einmal die Beschreibung eines meiner heiß geliebten Kochbücher, dem Küchentagebuch von N.Slater.

Es ist wieder eines von diesen wunderbaren „Bilderbüchern“. Nigel Slater führt mit Rezepten, die ohne Weiteres auch bei uns gekocht werden können – es gibt kaum exotische, britische Zutaten – durch das Jahr. Die Rezepte sind einfach und lassen sich leicht nachkochen. Präsentiert werden Vorspeisen, Hauptspeisen, Beilagen, Süßes und Kuchen.

Neben den ansprechenden Food-Fotos finden sich aus Fotos aus Slaters Garten in diesem Buch. Diese Gartenfotos lassen von einem typisch englischem Garten träumen – und wer weiß, vielleicht kann ich ein paar Elemente auch in unseren Garten bringen. Der Winter ist ja lange genug zum Planen.

Was habe ich bereits getestet?

Die englische Orangenmarmelade ist einfach köstlich, die in Sirup eingelegten Früchte kommen bei uns auch immer wieder auf den Tisch. Und der langsam gegarte Ochsenschlepp ist einfach ein Gedicht. Dieses Rezept habe ich auch genau studiert bevor ich meine Variante für den gedünsteten Ochsenschlepp gekocht habe. Natürlich sind wieder nur die Grundzutat, die Kochzeit und die Temperatur geblieben 😉

PreiselbeermarmeladeKöstliche Preiselbeermarmelade

Auch in der Preiselbeermarmelade spiegeln sich die portugiesischen Gewürze wider, denn ich nutze jede Möglichkeit den Urlaub zu verlängern.

Ich verwende dazu die kleinen heimischen Preiselbeeren, weil sie etwas herber im Geschmack sind als die großen Cranberries.

Zutaten für die Marmelade:

  • 1kg Preiselbeeren
  • ¼ l Rotwein (Shiraz)
  • 1 Zimtstange
  • Sternanis
  • 2 Gewürznelken
  • Muskatblüte
  • ½ kg +4 gehäufte Löffel Gelierzucker 2:1

Damit kann ich variieren:

  • Was immer du an Gewürzen dabei möchtest

So funktioniert‘s

Den Rotwein mit den Gewürzen auf maximal 1/3 einreduzieren, dann die Preiselbeeren und den Zucker dazu geben und auf kochen. Gelierprobe machen – wenn die Marmelade geliert heiß in sterile Gläser füllen.

CarobkuchenCarobkuchen mit Feigen

Der Urlaub wirkt zum Glück noch immer nach und diesen Carobkuchen* lehne ich stark an eine an, den ich in Praia do Vau an einem Strandlokal gegessen habe. Das ist zwar nicht ganz genau der gleiche Kuchen wie in Portugal, aber er schmeckt köstlich.

Zutaten für den Carobkuchen:

Grundmasse:
  • 200 g weiche Butter
  • 3 Eier
  • 1 ¼ Tassen glattes Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Tasse Zucker
  • 100 ml Joghurt
Die Zusätze:
  • 8 sehr weiche saftige getrocknete Feigen
  • Zimt gemahlen
  • Nelkenpulver
  • 3 EL Carob-Pulver
Der Sirup
  • 30 ml Rosenwasser
  • 20 ml Wasser
  • 3 EL Zucker

So funktioniert‘s

Die Feigen klein schneiden und hacken. Backrohr auf 180°C vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier einzeln einrühren. Das mit Backpulver vermischte Mehl unterrühren, dann das Joghurt dazu und nur kurz unterrühren.

Den Teig in 3 gleich große Portionen teilen. Eine Portion mit den Feigen gut vermischen und in die Kuchenform streichen. Eine Portion unverändert lassen und als 2. Schicht auftragen – am besten in kleinen Kleksen. Die letzte Portion mit dem Carob-Pulver vermischen und als letzte Schichte hineinkleksen.

Ca. 45 Min backen und die Probe mit der Stricknadel machen.

Wasser, Rosenwasser und Zucker zu einem Sirup kochen.

Den heißen Kuchen mit einer Sticknadel oder einem Spießchen mehrmals einstechen und den Sirup darauf verteilen.

 

* Was ist Carob?

Carob oder Johannisbrotmehl wird aus der Frucht des Johannisbrotbaums hergestellt. Bei uns bekommt man es in Bio-Läden. Wenn man danach recherchiert liest man oft, dass es nach Kakao schmeckt – tut es nicht wirklich aber es schmeckt gut. Interessanter Weise haben sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegermutter auf Carob gleich reagiert: „Das kenne ich, das haben wir als Kinder manchmal gegessen.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Johannisbrotbaum

In Wien soll der Johannisbrotbaum auch im Prater wachsen (Quelle: https://www.biorama.eu/kakaobohne-vs-carob-fakten/).

Dieses Jahr in Portugal

Algarve Urlaub

Der Urlaub in der Algarve ist vorbei und ich arbeite daran, dass er wirklich nachhaltig wird, die Fotos gesichtet und sortiert und das Fotobuch auch schon bestellt. Und ich lasse die Geschmäcker in meine Küche einfließen, daher habe ich auch schon das passende Kochbuch zur portugiesischen Küche gekauft – und es heißt auch so Die portugiesische Küche. (Link zu Beitrag)

Essen

Was ist jetzt in meine Küche nicht wirklich neu, aber doch eingezogen: Zimt und Rosenwasser. Durch die maurischen Einflüsse, sind auch in den portugiesischen Elemente viele maurische Elemente. Ich habe bemerkt, dass vor allem Zimt, Rosenwasser und Orangenblütenwasser sehr interessant sind. Zimt verwende ich natürlich schon lange beim Kochen, aber es ist für mich eher ein Wintergewürz gewesen, umso überraschender war diese Geschmacksnote in sommerlichen Gerichten und zwar nicht nur in Süßspeisen oder Kuchen. Und daher wandern jetzt Zimt auch in salzige Gerichte, Rosenwasser in die Himbeermarmelade und Orangenblütenwasser in die Marillenmarmelade.

Trinken

Und dann ist da noch mein heuriger Sommerdrink. Das ist nichts, was ich absichtlich suche, der Sommerdrink passiert mir einfach. An irgendeinem schönen Tag in einer schönen Umgebung trinke ich etwas Köstliches – das ist dann mein Sommerdrink für dieses Jahr. Dieses Jahr ist es ein Gin+Tonic mit

Was bleibt also vom Urlaub? …Ein neuer Faible für Zimt, mein Sommerdrink, ein neues Kochbuch und schöne Erinnerungen.

Urlaub

R. Cortes Valente de Oliveira, A. Klobouk, Die Portugiesische Küche

Zuerst fällt der sonnengelbe Einband mit ansprechenden Zeichnungen auf. Die Fotos machen Lust darauf, die Rezepte nachzukochen und wieder ein Stückchen Urlaub zurück zu holen. Es bringt genau, was ich erwartet habe: viele Fischgerichte, maurische Einflüsse, viele Gewürze und vor allem Zimt.

Das Maisbrot habe ich bereits ausprobiert und es ist sehr gut angekommen – vor allem frisch aus dem Backrohr.

Leider gibt es bei Amazon kein „Blick ins Buch“ aber ich habe einfach den Rezensionen vertraut und bin nicht enttäuscht worden.

Gin-TonicOrangen Gin-Tonic

Einen ganz ähnlichen Gin-Tonic habe ich in Praia da Rocha (Portugal, Algarve) getrunken und so ein kleines bisschen Urlaub kommt mit diesem Drink auch zurück.

Zutaten für den Orangen Gin-Tonic:

  • reichlich Eiswürfel
  • ein großer Eiswürfel aus Orangensaft
  • Zitrus-Gin
  • Tonic
  • Soda

So funktioniert‘s

Die Anleitung spare ich hier aus* und denke an einen Urlaub auf einem traumhaften Strand.

Wie komme ich zum Zitrus-Gin?

In Portugal gibt es einen Tangerine Gin, das ist ein Gin mit Mandarinen-Aromen. Natürlich war ich der Meinung ich würde ihn auch im Duty-Free-Shop finden – was für ein Irrtum.

Dennoch, den Zitrus-Gin habe ich mitten in Wien gefunden, am Stefansplatz – in der Vinothek St. Stefan. Dort gibt es einen Orangen- und einen Zitrus-Gin.

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* Was sollte ich auch schreiben, außer alles in ein schönes Glas geben und genießen?

EichkatzerlDas innere Eichkatzerl ist zurück

Es ist wieder so weit: Nach einem langen und ausgiebigen Winterschlaf, der nur durch eine kurze Orangen- und Zitronenmarmelade-Session unterbrochen war, ist das innere Eichkatzerl wieder da. Pünktlich mit den ersten heimischen Erdbeeren ist es wieder da und kann von ihnen nicht genug kriegen. Normalerweise sind diese Tiere ja eher an Nüssen interessiert aber innere Eichkatzerl werden von Erdbeeren, Kirschen und Weichseln angelockt – meines zumindest. Und so ist es fleißig und füllt trotz großer Hitze die Marmeladegläser.

Dieses Jahr hat es sich auch an in Cognac eingelegten Weichseln* versucht. Auch, wenn es jetzt besonders heiß war, aber die eingelegten Weichseln müssen nicht gekocht werden – nur gewaschen.

Was braucht das Eichkatzerl für die eingelegten Weichseln?

  • Glas mit Schraubverschluss, ½ l Inhalt
  • ½ kg Weichseln
  • ½ Tasse Zucker
  • Cognac

… und wie bereitet es die Weichseln zu?

WeichselnDie Weichseln werden nur gewaschen, und in das Glas gefüllt und mit dem Zucker bedeckt. Dann mit dem Cognac auffüllen und das Glas zuschrauben.

Mindestens 2 Monate ziehen lassen.

Zu Weihnachten werden wir also wissen, wie gut das gelungen ist. Und dann wird es ein Rezept mit den eingelegten Weichseln geben.

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* falls eine Übersetzung notwendig ist: Sauerkirschen

 

Maggi-Kraut

Maggi-Kraut im Mai 2016

Es wird ein gutes Kräuterjahr!

May I proudly present: Unser Maggi-Kraut

Bei unserem ersten Besuch im Garten hat das Kräuterbeet schon recht vielversprechend ausgeschaut. Wohl etwas mit Unkraut überwuchert, aber bis auf den Rosmarin haben alle Kräuterstöcke den Winter gut überstanden. Sie sind alle auf die üblichen 30 – 40 cm gewachsen. … Und dann etwas 5 Wochen später hat uns das Maggi-Kraut gezeigt, dass es dieses Jahr der Champion werden will. Im Juni bereits die Schulterhöhe eines 1,80 m großen Mannes zu erreichen ist schon eine Leistung. So viel Suppe können wir garnicht essen.

Was sagt das Internet?

Na gut in Wikipedia habe ich gefunden, dass es 1 m bis 2,5 m hoch werden kann. Aber es lebt schon seit einigen Jahren hier und ist an seinem angestammten Platzerl im Kräuterbeet nie über Kniehöhe hinausgeschossen. Wie ich meinen Vater kenne, wird er nicht testen welche höhe unser Kräutl wirklich schafft – er wird vorher schon einen „Erziehungsschnitt“ geben. Schließlich wollen die anderen Kräuter auch noch ein wenig Platz im Beet haben – und Sonne.

LiebstoecklWas kann das Maggi-Kraut?

Es schmeckt nach Maggi* – na gut nicht so penetrant, aber Geschmack und Geruch erinnern an die Würzsauce. Es passt gut zu Suppen und zu verschiedenen Fleisch- und Gemüsegerichten. Es erinnert an Stangenzeller oder großen Petersil.

Interessantes zum Kräutl

Das Maggi-Kraut wird auch Liebstöckl genannt. Und auf keiner der Websites, die ich gefunden habe, wird der Ursprung des Namens genauer beschrieben. Ich habe allerdings vor einigen Jahren bei der Hexenausstellung auf der Riegersburg einer Erklärung erhalten. Dort war ein Hexen-Kräutergarten eingerichtet, mit Liebstöckl. Der Guide hat erzählt, dass Liebstöckl als Aphrodisakum für Frauen galt. Der englische Name ist Lovage oder Love Parsley und im Kräutergarten war das Liebstöckl – WEG, völlig und gänzlich weg. Nicht ein winziges Blättchen ist übrig geblieben. Hoffentlich hat’s wenigstens Spaß gemacht 😉

Links zum Maggi-Kraut

Wikipedial

http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Levi_off.html


* Im Maggi ist übrigens kein Maggi-Kraut (was da drinnen ist wollen wir wahrscheinlich überhaupt nicht wissen).

Wie geht es weiter mit dem Blog?

Teekuchen1 Jahr Foodblog

Der Blog hat jetzt etwas länger als einen Monat eine kreative Schaffenspause gehabt. Fast ein Jahr lang habe ich es durchgezogen, fast jede Woche ein Rezept zu posten und zwischendurch Infos zu Kochbüchern. Ich wollte eben wissen, wie viel Aufwand so ein regelmäßig befüllter Blog bedeutet – und jetzt weiß ich es. 🙂 Es war nicht so böse. Ich habe auch immer wieder Fotos und Texte vorbereitet, damit ich sie nur in den Blog kopieren muss, wenn die Zeit knapp wird.

Ausblick: Was kommt jetzt?

Nachdem alles fast ein Jahr lang alles gut funktioniert hat, ist mir nach Veränderung. Der Blog soll weiterleben, ich möchte ihn aber etwas verlagern – auf Suchmaschinenoptimierung. Rezepte werden von meiner SEO-Bewertung nicht besonders gemocht und ich werde jetzt versuchen die Texte für Suchmaschinen zu optimieren. D.h. die kleine Ampel, die ich intern bei jedem Artikel sehe, darf nur noch grün anzeigen (gelb und rot werden nicht veröffentlicht ;.) ) Gleichzeitig werde ich einbauen, was ich an der Donau-Uni im Lehrgang Interactive Media Management lerne einbauen – und das Wissen dann an meine Kursteilnehmer/innen weiterzugeben.

Die Änderung hat auch einen zweiten Aspekt: Ich bin keine Köchin – also befürchte ich, dass mir früher oder später die Rezepte ausgehen. Ich werde jetzt ca. ein Mal Pro Monat einen Text posten, der mit Essen, Lokalen und auch Rezepten zu tun hat und natürlich passende Fotos enthält.

So weit mein kleiner Ausblick auf die zukünftige Blog-Aktivität. Ich hoffe, ihr habt weiterhin Spaß beim Lesen meines Blogs.

SchokosauceHimmlische Schokoladensauce

Es soll Leute geben, die sich an alte Traditionen halten und in der Fastenzeit vor allem auf Süßes verzichten. Ich kenne auch ein paar davon und finde das bewundernswert, vor allem wenn es sich dabei um bekennende Chocoholics handelt. Für alle diese – und auch jene, die nicht verzichten konnten – die erste Hilfe: eine kräftige, cremige Schokoladensauce, die zu verschiedenen Früchten, Eis oder einfach nur zu Schokoladensauce passt. … und so schnell geht …

Zutaten für:

  • 1/8 Butter
  • 1/8 Schlagobers
  • 2 EL Kakao
  • 70g gute dunkle Schokolade
  • 1/2 Tasse (120g) Zucker
  • Vanille

Damit kann ich variieren:

  • verschiedene Liköre, Rum oder Whisky als zusätzliches Aroma

So funktioniert‘s

Alle Zutaten in einem Topf schmelzen lassen. Dauernd rühren bis eine homogene Sauce entstanden ist.

Es heißt, diese Sauce soll im Kühlschrank bis 3 Wochen haltbar sein – ich halte das für zu optimistisch, vielleicht ist am nächsten Tag noch ein kleiner Rest übrig.